Als Johann W. von Goethe am 14.Mai 1787 an Bord eines Segelschiffes zusammen mit seinem Freund Kniep enthusiastisch den Sonnenuntergang in der Nähe von Capri betrachtete er, ahnten sie noch nicht in welch einer Gefahr sich das ganze Schiff befand. Erst als eine plötzliche Unruhe auf Deck entstand und die Passagiere sich um den Käpitän herumscharten und ihm heftige Vorwürfe wegen eines drohenden Unheils machten, begann ihnen zu dämmern, dass etwas nicht stimmte:
"Wir erkundigten uns nach der Ursache dieser
Unruhe, indem wir nicht begriffen, dass bei völliger Windstille
irgendein Unheil zu befürchten sei. Aber eben diese Windstille machte
jene Männer trostlos. »Wir befinden uns,« sagten sie, »schon in der
Strömung, die sich um die Insel bewegt und durch einen sonderbaren
Wellenschlag so langsam als unwiderstehlich nach dem schroffen Felsen
hinzieht, wo uns auch nicht ein Fußbreit Vorsprung oder Bucht zur
Rettung gegeben ist.«"
Eine kurze Überprüfung der Lage machte ihnen klar, dass sie tatsächlich von einer Strömung in Richtung einer gigantischen Felswand getrieben wurden:
Während die Frauen mit ihren Kindern sich jammernd auf den Boden gekauert hatten, machten die Männer weiterhin dem Kapitän wüste Vorwürfe. Was aber natürlich an der Lage und der auf das Schiff zukommende Katastrophe nicht das Mimdeste änderte. In diesem Moment höchster Not und allgemeiner Verzweifelung ergriff nun Goethe das Wort:
»Was euch betrifft«, rief ich aus, »kehrt in euch
selbst zurück und dann wendet euer brünstiges Gebet zur Mutter Gottes,
auf die es ganz allein ankommt, ob sie sich bei ihrem Sohne verwenden
mag, dass er für euch tue, was er damals für seine Apostel getan, als
auf dem stürmenden See Tiberias die Wellen schon in das Schiff schlugen,
der Herr aber schlief, der jedoch, als ihn die Trost- und Hülflosen
aufweckten, sogleich dem Winde zu ruhen gebot, wie er jetzt der Luft
gebieten kann, sich zu regen, wenn es anders sein heiliger Wille ist.«
Diese Worte taten die beste Wirkung. Eine unter
den Frauen, mit der ich mich schon früher über sittliche und geistliche
Gegenstände unterhalten hatte, rief aus: »Ah! il Barlamé! benedetto il
Barlamé!« und wirklich fingen sie, da sie ohnehin schon auf den Knieen
lagen, ihre Litaneien mit mehr als herkömmlicher Inbrunst
leidenschaftlich zu beten an. "
Aber erst einmal schien sich nichts an ihrer Lage zu ändern. Das Schiff trieb weiter unbeirrt auf die Felswand zu:
"Gebet und Klagen wechselten ab, und der Zustand
wuchs um so schauerlicher, da nun oben auf den Felsen die Ziegenhirten,
deren Feuer man schon längst gesehen hatte, hohl aufschrien, da unten
strande das Schiff! Sie riefen einander noch viel unverständliche Töne
zu, in welchen einige, mit der Sprache bekannt, zu vernehmen glaubten,
als freuten sie sich auf manche Beute, die sie am andern Morgen
aufzufischen gedächten."
Je näher sie nun der Felswand kamen, umso stärker wurde die Brandung. Das Schiff begann mehr und mehr zu schwanken, was bei Goethe Übelkeit auslöste. Er begab sich in seine Kajüte unter Deck und begann dort auf seinem Bett im Halbschlaf vor sich hin zu dämmern:
"Wie lange ich so in halbem Schlafe gelegen, wüsste
ich nicht zu sagen, aufgeweckt aber ward ich durch ein gewaltsames
Getöse über mir; ich konnte deutlich vernehmen, dass es die großen Seile
waren, die man auf dem Verdeck hin und wider schleppte, dies gab mir
Hoffnung, dass man von den Segeln Gebrauch mache.
Nach einer kleinen
Weile sprang Kniep herunter und kündigte mir an, dass man gerettet sei,
der gelindeste Windshauch habe sich erhoben; in dem Augenblick sei man
bemüht gewesen, die Segel aufzuziehen, er selbst habe nicht versäumt,
Hand anzulegen. Man entferne sich schon sichtbar vom Felsen, und
obgleich noch nicht völlig außer der Strömung, hoffe man nun doch, sie
zu überwinden. Oben war alles stille; sodann kamen mehrere der
Passagiere, verkündigten den glücklichen Ausgang und legten sich nieder."
So weit diese uns von Goethe überlieferte Anekdote aus seiner "Italienischen Reise". Das er, der Pantheist späterer Jahre, die Schiffspassagiere zum Gebet ermahnte, mag schon verblüffen. War es eine Eingebung? Man möchte es fast meinen, zumal dann im letzten Moment doch noch eine wundersame Rettung durch eine aufkommende Brise erfolgte
Die ausführliche Geschichte kann man hier anclicken
Donnerstag, 10. September 2015
Montag, 9. Februar 2015
Die Berufungsgeschichte Mohammeds
„Ich
schlief‘ ‚als er (der Engel Gabriel) mir ein beschriebenes,
seidenes Tuch brachte und sagte: ‚Lies!‘ Ich erwiderte: ‚Ich
kann nicht lesen!‘ Da drückte er mich in das Tuch, dass ich
glaubte, ich müsste sterben. Dann ließ er mich los und forderte
mich erneut auf: ‚Lies!‘
Als ich wieder antwortete, ich könne nicht lesen, bedeckte er mich wieder mit dem Tuch, so dass ich beinahe den Geist aufgab. Dann ließ er mich frei und erneuerte seinen Befehl. Ich fragte nun aus Furcht, er werde mich wieder wie vorher behandeln, was ich lesen solle. Da sagte er: ‚Lies im Namen deines Herrn, der den Menschen aus einem Blutklumpen erschaffen hat, lies, dein Herr ist der Barmherzige, der durch die Feder den Menschen gelehrt hat, was er nicht wusste‘. Ich rezitierte nun, und Gabriel verließ mich wieder. Danach erwachte ich, und es war, als stünden diese Worte in mein Herz eingeschrieben.
Ich trat aus der Höhle und stand auf der Mitte des Berges. Da hörte ich eine Stimme vom Himmel, die mir zurief: ‚Mohammed! Du bist der Gesandte Allahs und ich bin Gabriel.‘ Ich hob mein Haupt gegen den Himmel empor, um nach dem Sprechenden zu sehen, und ich sah Gabriel in der Gestalt eines beflügelten Mannes. Seine Füße waren am Horizont und er rief: ‚Mohammed! Du bist der Gesandte Allahs und ich bin Gabriel.‘ "
So schilderte Mohammed selber seine Berufung zum Propheten in einer Höhle nahe bei Mekka, in die er sich meditierend zurückgezogen hatte. Seine erste Reaktion darauf war allerdings erstaunlich: "Muhammad versuchte, der Vision zu entkommen und drehte sich weg. Doch egal, wo er sich hinwendete, der Engel stand dort und schaute zu ihm.
Nach einiger Zeit verschwand der Engel und hinterließ einen vom Schock benommenen und eingeschüchterten Muhammad, der nach Hause zu seiner Frau Khadija eilte, um bei ihr Wärme und Trost zu finden. Er erzählte ihr von seinem Erlebnis. Sie versuchte ihr Bestes, um ihn zu beruhigen und ihm Mut zu machen.
Er sei doch stets rechtschaffen, großzügig und hilfsbereit gewesen, sagte sie, da werde Gott ihm kein Unheil beschieden haben. Sie nahm ihn zu ihrem Onkel Waraqa, der die Schriften der Christen kannte. Als Waraqa sich den Bericht Muhammads angehört hatte, erklärte er ihm, dass dies wohl der Engel wäre, der auch zu Moses gekommen war. Der alte Mann war sich sicher, dass Muhammad zum Propheten auserwählt worden war." (hier clicken)
Kurzum, Mohammed selber hatte zu Beginn große Zweifel. Er befürchtete nämlich einen dämonischen Spuk erlebt zu haben:
"Die erste Zeit der Offenbarung war für Muhammad sehr anstrengend. In den Tagen, vielleicht Wochen und Monaten nach der einschüchternden und furchterregenden Begegnung von Hira plagten ihn erdrückende Sorgen und Ungewissheit. Die Berichte gehen bis hin zu seinen Gedanken, sich von einem hohen Felsen herabzustürzen. … Es dauerte einige Zeit, bis er sich vergewissert hatte, dass der Ruf ein göttlicher war, dass er eben nicht krank oder besessen war … Erst nach und nach, als sich die Offenbarung und die Begegnungen mit dem Engel fortsetzten, akzeptierte er sein Schicksal und fügte sich in diese neue Rolle."
In den darauf folgenden 23 Jahren will Mohammed per Herzensoffenbarungen den ganzen Koran empfangen haben und hat ihn – des Lesens und Schreibens selber unkundig – einem schreibfähigen Vertrauten diktiert.
Ich persönlich halte dies Schilderung Mohammeds im Wesentlichen für glaubhaft. Bin aber der Ansicht, dass diese Gabriel-Erscheinung tatsächlich - wie von Mohammed anfangs instinktiv empfunden – alle Anzeichen einer dämonischen Heimsuchung hat. Die von „Gabriel“ angewandten Mittel sind nicht gerade „engel-like“:
"Da drückte er mich in das Tuch, dass ich glaubte, ich müsste sterben. Dann ließ er mich los und forderte mich erneut auf: ‚Lies!‘ ... Als ich wieder antwortete, ich könne nicht lesen, bedeckte er mich wieder mit dem Tuch, so dass ich beinahe den Geist aufgab. Dann ließ er mich frei und erneuerte seinen Befehl. Ich fragte nun aus Furcht, er werde mich wieder wie vorher behandeln, was ich lesen solle."
Aber mal ganz abgesehen von jenen seltsamen Methoden …vergleicht man die Berufungsgeschichte Mohammeds mit biblischen Engelberichten so fällt auf, dass dort niemals eine solche Mischung aus Furcht und Zweifel – mit anschließender Unklarheit - bestanden hat. Die Heimgesuchten mochten einen Moment lang erschrocken sein, aber am Ende der Begegnung herrschte Klarheit und Freude.
Und auch wenn man mal den Koran nimmt, so hat er eine starke anti-christliche Tendenz. Das Erlösungswerk Jesu wird dort als Fälschung der Jünger Jesu dargestellt. Mir fällt dazu eine Stelle aus dem Galaterbrief ein:
"nur sind etliche da, die euch verwirren und das Evangelium von Christus verdrehen wollen. Aber selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch etwas anderes als Evangelium verkündigen würden als das, was wir euch verkündigt haben, der sei verflucht!"
Als ich wieder antwortete, ich könne nicht lesen, bedeckte er mich wieder mit dem Tuch, so dass ich beinahe den Geist aufgab. Dann ließ er mich frei und erneuerte seinen Befehl. Ich fragte nun aus Furcht, er werde mich wieder wie vorher behandeln, was ich lesen solle. Da sagte er: ‚Lies im Namen deines Herrn, der den Menschen aus einem Blutklumpen erschaffen hat, lies, dein Herr ist der Barmherzige, der durch die Feder den Menschen gelehrt hat, was er nicht wusste‘. Ich rezitierte nun, und Gabriel verließ mich wieder. Danach erwachte ich, und es war, als stünden diese Worte in mein Herz eingeschrieben.
Ich trat aus der Höhle und stand auf der Mitte des Berges. Da hörte ich eine Stimme vom Himmel, die mir zurief: ‚Mohammed! Du bist der Gesandte Allahs und ich bin Gabriel.‘ Ich hob mein Haupt gegen den Himmel empor, um nach dem Sprechenden zu sehen, und ich sah Gabriel in der Gestalt eines beflügelten Mannes. Seine Füße waren am Horizont und er rief: ‚Mohammed! Du bist der Gesandte Allahs und ich bin Gabriel.‘ "
So schilderte Mohammed selber seine Berufung zum Propheten in einer Höhle nahe bei Mekka, in die er sich meditierend zurückgezogen hatte. Seine erste Reaktion darauf war allerdings erstaunlich: "Muhammad versuchte, der Vision zu entkommen und drehte sich weg. Doch egal, wo er sich hinwendete, der Engel stand dort und schaute zu ihm.
Nach einiger Zeit verschwand der Engel und hinterließ einen vom Schock benommenen und eingeschüchterten Muhammad, der nach Hause zu seiner Frau Khadija eilte, um bei ihr Wärme und Trost zu finden. Er erzählte ihr von seinem Erlebnis. Sie versuchte ihr Bestes, um ihn zu beruhigen und ihm Mut zu machen.
Er sei doch stets rechtschaffen, großzügig und hilfsbereit gewesen, sagte sie, da werde Gott ihm kein Unheil beschieden haben. Sie nahm ihn zu ihrem Onkel Waraqa, der die Schriften der Christen kannte. Als Waraqa sich den Bericht Muhammads angehört hatte, erklärte er ihm, dass dies wohl der Engel wäre, der auch zu Moses gekommen war. Der alte Mann war sich sicher, dass Muhammad zum Propheten auserwählt worden war." (hier clicken)
Kurzum, Mohammed selber hatte zu Beginn große Zweifel. Er befürchtete nämlich einen dämonischen Spuk erlebt zu haben:
"Die erste Zeit der Offenbarung war für Muhammad sehr anstrengend. In den Tagen, vielleicht Wochen und Monaten nach der einschüchternden und furchterregenden Begegnung von Hira plagten ihn erdrückende Sorgen und Ungewissheit. Die Berichte gehen bis hin zu seinen Gedanken, sich von einem hohen Felsen herabzustürzen. … Es dauerte einige Zeit, bis er sich vergewissert hatte, dass der Ruf ein göttlicher war, dass er eben nicht krank oder besessen war … Erst nach und nach, als sich die Offenbarung und die Begegnungen mit dem Engel fortsetzten, akzeptierte er sein Schicksal und fügte sich in diese neue Rolle."
In den darauf folgenden 23 Jahren will Mohammed per Herzensoffenbarungen den ganzen Koran empfangen haben und hat ihn – des Lesens und Schreibens selber unkundig – einem schreibfähigen Vertrauten diktiert.
Ich persönlich halte dies Schilderung Mohammeds im Wesentlichen für glaubhaft. Bin aber der Ansicht, dass diese Gabriel-Erscheinung tatsächlich - wie von Mohammed anfangs instinktiv empfunden – alle Anzeichen einer dämonischen Heimsuchung hat. Die von „Gabriel“ angewandten Mittel sind nicht gerade „engel-like“:
"Da drückte er mich in das Tuch, dass ich glaubte, ich müsste sterben. Dann ließ er mich los und forderte mich erneut auf: ‚Lies!‘ ... Als ich wieder antwortete, ich könne nicht lesen, bedeckte er mich wieder mit dem Tuch, so dass ich beinahe den Geist aufgab. Dann ließ er mich frei und erneuerte seinen Befehl. Ich fragte nun aus Furcht, er werde mich wieder wie vorher behandeln, was ich lesen solle."
Aber mal ganz abgesehen von jenen seltsamen Methoden …vergleicht man die Berufungsgeschichte Mohammeds mit biblischen Engelberichten so fällt auf, dass dort niemals eine solche Mischung aus Furcht und Zweifel – mit anschließender Unklarheit - bestanden hat. Die Heimgesuchten mochten einen Moment lang erschrocken sein, aber am Ende der Begegnung herrschte Klarheit und Freude.
Und auch wenn man mal den Koran nimmt, so hat er eine starke anti-christliche Tendenz. Das Erlösungswerk Jesu wird dort als Fälschung der Jünger Jesu dargestellt. Mir fällt dazu eine Stelle aus dem Galaterbrief ein:
"nur sind etliche da, die euch verwirren und das Evangelium von Christus verdrehen wollen. Aber selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch etwas anderes als Evangelium verkündigen würden als das, was wir euch verkündigt haben, der sei verflucht!"
Und
an andererer Stelle schreibt Paulus: "denn
er selbst, der Satan, verstellt sich als Engel des Lichtes."
Kurzum, auf mich wirkt die ganze Berufungsgeschichte Mohammeds nicht vertrauenserweckend, und ich fürchte, dass er da wirklich in eine dämonische Falle getappt sein könnte.
Kurzum, auf mich wirkt die ganze Berufungsgeschichte Mohammeds nicht vertrauenserweckend, und ich fürchte, dass er da wirklich in eine dämonische Falle getappt sein könnte.
Donnerstag, 23. Oktober 2014
Aber dem Demütigen schenkt(e) ER Gnade
Nun ist ja hinlänglich bekannt, dass auf die Christus-Gläubigen eine jenseitige Belohnung warten soll: das ewige Leben. Aber wie sieht es denn mit dem diesseitigen Leben aus? Immer nur "Fussmatte", wie Einige vermuten. Oder gibt da ab und an vielleicht auch mal eine "Belohnung"? Dazu soll folgender kleiner Essay etwas "Gedankenfutter" bieten:
"... dem Demütigen aber schenkt ER Gnade"
Als im Jahre 1273 das Wahlkollegium der sieben deutschen Kurfürsten überraschend dem an sich recht unbedeutenden Grafen Rudolf IV von Habsburg die römisch-deutsche Königskrone anboten, wurde das bei dessen Untertanen als eine göttliche Belohnung für dessen Frömmigkeit angesehen.
So soll er beispielsweise einmal unterwegs einem armen Priester begegnet sein, der auf dem Weg zu einem Sterbenden war. In einer spontanen Geste schenkte er ihm sein Reitpferd mit den Worten: „Es schickt sich nicht, dass ich reite, während der Diener meines Herrn und Erlösers zu Fuß geht.“
Man mag nun über einen solchen frommen Volksglauben heutzutage lächeln. Und tausend Gegenbeispiele von Tyrannen und Despoten bringen, die auch überaschend an die Macht gekommen sind, ohne sonderlich fromm gewesen zu sein. Alles wahr, aber dennoch mag es da vielleicht Jemanden geben, der eine fromme, demütige Tat belohnt. Wenn sie denn aufrichtigen Herzens ist!
Mir fällt da ein Beispiel aus jüngerer Zeit ein. Mario Götze vom FC Bayern München war in der Spielzeit 2012/2013 etwas vom Verletzungspech verfolgt gewesen. Dennoch schrieb er am 11.9.2013 auf seiner Facebook-Seite „Lieber Gott, ich möchte mir eine Minute Zeit nehmen. Nicht, um dich um irgendwas zu bitten. Sondern einfach, um Danke zu sagen, für alles, was ich habe“. hier
Solch ein öffentliche Bekenntnis erfordert in der heutigen Zeit schon eine gewissen Mut. Ein Mut der vielleicht knapp ein Jahr später im WM-Finale gegen Argentinien belohnt worden ist. In der 113. Minute entschied er die Partie mit einem Traumtor! hier
Dienstag, 21. Oktober 2014
Augustinus und die geschenkte Gewissheit
Augustinus (354 - 430) ist sicher einer der bedeutendsten Lehrer des Christentums gewesen. Und zwar einer mit einem echten persönlichen Bekehrungserlebnis. Es soll sich nach seinem eigenen Bekunden – in Kurzform – wie folgt zugetragen haben.
Schon früh war der junge Augustin durch seine Mutter Monica mit dem christlichen Gedankengut vertraut gemacht worden, allerdings ohne erkennbare Wirkung. Sinnliche Freuden und das philosophische Streben nach Erkenntnis waren viele Jahre die beiden wichtigsten Antriebfedern seines Lebens.
Im Alter von 33 Jahren war er allerdings dann an einem Punkt angelangt, wo er die christliche Lehre theoretisch für richtig hielt. Aber ihm die letzte Gewissheit fehlte und er überdies es als unmöglich ansah, das Gebot sexueller Keuschheit halten zu können.
Eines Tages, als ihn wieder einmal seine eigene Unentschiedenheit und Unzulänglichkeit in die Verzweifelung trieb, brach er in Tränen aus. Und er begab sich in den Garten um dort nachzudenken und zu beten. Plötzlich hörte er aus dem Nachbarhaus eine helle Knabenstimme singen: „Nimm und lies!“
Wie einem übersinnlichen Befehl folgend griff er nach einer auf dem Tisch liegenden Bibel und schlug sie auf. Und sein Blick fiel auf : … ziehet den Herrn Jesus Christus an und pfleget nicht die Lüste des Fleisches!“ Ein Satz, der ihn bis ins Mark traf. War hier doch sein Problem auf den Punkt gebracht und gleichzeitig auf die heilende „Medizin“ verwiesen.
Im gleichen Moment „strömte das Licht der Sicherheit in mein Herz ein“, schrieb er in seinen Bekenntnissen. Aus dem Zweifler war von Stund an ein gläubiger Christ geworden und zwar einer, „der nun auch kein Weib mehr begehrte“. Und dessen Weg zu seiner eigentlichen großen Bestimmung, ein Lehrer der Christen- und Menschheit zu werden, freigelegt war.
Natürlich kann man solchen Erweckungs- oder Bekehrungserlebnissen skeptisch gegenüber bleiben. Sie als eine völlig überzogene Deutung eines gestressten, überreizten Menschen abtun. Aber wer es selbst erlebt hat, wenn so ein Wort des Herrn einen unmittelbar trifft – und ich gehöre zu diesen Menschen – der kann recht gut nachvollziehen, was damals in jenem Garten des Augustin passiert ist. Wenn das Wort des HERRN einen wirklich trifft, bleiben erst einmal keine Fragen mehr offen. Die Zweifel haben sich dann in eine geschenkte Gewissheit verwandelt.
Mittwoch, 1. Oktober 2014
Die Rückkehr des weißen Gottes
Gemäß eines alten indianischen Mythos hatte der „weiße Gott“ im Jahre Eins Rohr (nach aztekischem Kalender) sein Volk verlassen und war mit den anderen „weißen Göttern“ in ihren Schwanenbooten über das Meer davongesegelt. Aber dereinst würde er wieder zurückkehren und seinen verwaisten Thron wieder einnehmen. Und die Rückkehr würde auch wieder in einem Jahre Eins Rohr geschehen. Genauer gesagt am Tage Neun Winde.
Der aztekische Kalender richtete sich nach dem Lauf der Gestirne und hatte einen 52 Jahre – Rhythmus. Mit Eins Rohr begann alle 52 Jahre ein solcher neuer Zyklus. Und jedes Mal wenn sich Eins Rohr und Neun Winde erhöhte sich die Spannung unter den Azteken.
Als Cortez am 22. April 1519 mit seinen Mannen mexikanischen Boden betrat, hatte er nicht die geringste Ahnung, dass dies der Tag Neun Winde im Jahre Eins Rohr war. Und das dies genau an der Stelle geschah, an der gemäß der alten Überlieferungen der „weiße Gott“ auf und davon gesegelt war.
Aztekische Späher begaben sich im Laufschritt sich in die Hauptstadt und berichteten ihrem Herrscher Montezuma, dass der „weiße Gott“ zurückgekehrt sei. Was bei dem das helle Entsetzen auslöste, denn er wusste was dies bedeutete. In den Prophezeihungen hieß es nämlich, dass das aztekische Reich untergehen würde, wenn der weiße Gott zurückkäme.
Ich denke, dass selbst der ungläubigste Skeptiker beeindruckt sein sollte von diesem schier unglaublich begünstigendem Zufall, dass Cortez ausgerechnet am exakt richtigen Tag und genau an der richtigen Stelle an Land ging.
Ohne diesen Zufall, der natürlich keiner gewesen ist, wäre die Geschichte Amerikas vermutlich anders verlaufen. Denn Montezuma war ob der geglaubten Unabwendbarkeit des Schicksals wie gelähmt, so dass die Spanier Zeit hatten Koalitionen zu schmieden und bis zur Hauptstadt der Azteken vorzudringen. Eine echte Gegenwehr der Azteken setze erst dann ein als fast alles schon zu spät war.
Freitag, 12. September 2014
Der Prophetenjunge Efim sagte eine Christenverfolgung richtig voraus
Als ich vorletzte Woche in Köln war, fand ich in einem der vielen öffentlichen Bücherschränke ein Buch mit dem Titel „Die glücklichsten Menschen auf Erden“ von einem gewissen Demos Shakarian ,in dem über sein über sein eigenes abenteuerreiches Leben berichtet. Ich kannte es aus meiner früheren freikirchlichen Phase, konnte mich nur noch recht vage an die Inhalte erinnern.
Nachdem ich mich auf eine Parkbank gesetzt und ein paar Seiten gelesen hatte, wurde es mir schnell zu viel. Manches wirkte so „weltfremd“ und bizarr, dass ich keine Lust hatte, mich weiter damit auseinander zu setzen. Ich stellte das Buch zurück in den Schrank und ging weiter.
Aber nach einigen hundert Metern verspürte ich eine innere Unruhe und kehrte um. Ich nahm es wieder heraus und setzte mich in einen nahe gelegenen Biergarten und begann erneut in dem Buch zu lesen. Es begann mit folgender erschreckend-faszinierenden Geschichte über Shakarians armenischen Vorfahren:
Ein armenischer Bauernjunge namens Efim, der weder Lesen noch Schreiben konnte, sah in einer Vision Schriftzeichen und Diagramme, die er nicht verstand. Aber er ließ sich Bleistift und Papier geben und zeichnete auf, was er "sah" . Als er damit fertig war, brachte man das Papier zu Lesekundigen im Dorfe.
Es stellte sich heraus, dass es sich um eine prophetische Warnung handelte. Darin wurde für eine nicht näher bestimmte Zeit eine schlimme Christenverfolgung in Armenien vorausgesagt. Alle Christen wurden aufgefordert umgehend das Land verlassen und in ein Land jenseits des Ozeans zu fliehen.
Efim hatte außerdem eine „Landkarte“ mit einem großen See und einer Küstenregion aufgezeichnet. Wie sich herausstellte handelte es sich dabei um die Ostküste der USA. (Was Efim natürlich nicht wissen konnte.)
Weiter hieß es, dass man sich aber nicht dort, sondern an der anderen Seite, also der Westküste, niederlassen sollte. Dort würde es einen Neuanfang geben.
Viele glaubten dieser Prophetie nicht. Sie bezweifelten einfach, dass Gott noch genauso wie zu „biblischen Zeiten“ genaue Anweisungen geben würde.
„Aber Gottes Anweisungen erwiesen sich als richtig ... Im Jahre 1914 begann eine Zeit unsagbaren Schreckens für Armenien. Eine Millionen ... starben auf Todesmärschen. ... Eine weitere halbe Millionen Menschen wurden in den Dörfern niedergemetzelt.“(Seite 20)Einige Jahre bevor das Progrom losbrach, hatte der Großvater von Demos Shakarian all sein Hab und Gut verkauft und mit seiner Familie per Schiff das Land verlassen, war von der New York aus weitergezogen und hatte sich – gemäß der Prophetie - in Los Angeles (Kalifornien) niedergelassen. Dort hatten die Familie zusammen mit anderen armenischen Familien einen Neuanfang gewagt. Übrigens war der Prophetenjunge Efim auch darunter.
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